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Eintrag aus dem World Biographical Information System
Falke, Rita, * 24.9.1919 Hamburg, Dr. phil. (1955). Wiss. Assistentin am Roman. Seminar 1956-62 Göttingen, zZ Stipendiatin der Dt. Forschungsgemeinschaft [nach pers. Auskuft 1963/64].
Versuch einer Bibliogr. der Utopien (Romanist. Jb. 6, 1953/54. 92-109); "Furor platonicus" als Kompositionselement im "Corteggiano" (ebd 10, 1959, 112-118); Biographisch-literar. Hintergründe von Kafkas "Urteil" (Germ.-roman. Monatsschrift 41, 1960, 164 bis 180)
Camus; Flaubert; Gide; Zola.
Quelle: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Hrsg. v. Kurt Galling. 3. Auflage, 6 Bände. Tübingen, Mohr, 1957-1965.
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Zusammengestellt von Kirsten Süselbeck.
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Lebensskizze
Rita Hedwig Maria Falke wurde am 24.9.1919 als Tochter eines kaufmännischen Angestellten in Hamburg geboren. Nach dem Abitur am sprachlichen Zweig einer Oberschule für Mädchen arbeitete sie zunächst als Korrespondentin (1.10.1936 - 31.3.1940). Obwohl weder ihre beiden Brüder noch ihr Vater einen Hochschulabschluss hatten, beschloss sie zu studieren. Im Sommersemester 1942 nahm sie das Studium der Romanischen Philologie mit dem Hauptfach Französisch, dem 1. Nebenfach Italienisch und dem 2. Nebenfach Philosophie an der Hansischen Universität auf. Bereits bei der Einschreibung gab sie als Studienziel die Promotion an (vgl. Bogen Nr. 270262 des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung). 1946 legte sie an der nach dem Krieg neu eröffneten Universität Hamburg das Staatsexamen ab. Im Anschluss daran war sie an der Universität als Bibliothekarin tätig. 1955 promovierte sie mit einer Arbeit über "Persönliche Freiheit und die Utopien". Von 1956 bis 1962 war sie Wissenschaftliche Assistentin am Romanischen Seminar in Göttingen.
Von 1966 an war Rita Falke Associate, ab 1967 Full Professor für Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of Arkansas in Fayetteville. Aus den Vorlesungsverzeichnissen der Jahre 1968/69 und 1969/70 geht hervor, dass sie 6 bis 8 Semesterwochenstunden lehrte. Sie bot Lehrveranstaltungen zur französischen Literatur an, insbesondere zum 18. Jahrhundert, sowie Übungen zu Grammatik und Schreibfertigkeit. Nach ihrer Emeritierung 1981 kehrte Rita Falke nach Deutschland zurück. Sie lebt heute, 88-jährig, in der Emslandgemeinde Lorup.
Quellen:
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Verfasst von Kirsten Süselbeck.
Wir danken Herrn Eckart Krause von der Hamburger Bibliothek für Universitätsgeschichte und Herrn Dr. Rolf Krause vom Institut für Germanistik der Universität Hamburg für die wertvolle Hilfe und die großzügige Überlassung der Dokumente.
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Rita Falke: Veröffentlichungen
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- "Versuch einer Bibliographie der Utopien." In: Romanistisches Jahrbuch 6 (1953/54): 92-109.
- Persönliche Freiheit und die Utopien. Hamburg, Masch. Diss., 1954.
- "Die Staatsidee bei Ramon Llull". In: Estudis romànics 5 (1955/56): 77-93.
- "'Otra Roma en su imperio': die Comentarios reales des Inca Gacilaso de la Vega." In: Romanistische Jahrbuch 7 (1955-56): 257-271.
- "Utopie - logische Konstruktion und chimère. Ein Begriffswandel." In: Germanisch- Romanische Monatsschrift 6 (1956), 76-81.
- "Eldorado: le meilleur des mondes possibles." In: Studies on Voltaire and the eighteenth century 2 (1956): 25-41.
- "Problems of Utopias." In: Diogenes 23 (1958): 14 ff.
- "Utopías de ayer y de hoy." In: Diógenes 43 (1958): [ohne Angabe der Seiten].
- "'Furor platonicus' als Kompositionselement im 'Corteggiano'" In: Romanistisches Jahrbuch 10 (1959): 112-118.
- "Biographisch-literarische Hintergründe von Kafkas 'Urteil'." In: Germanisch-Romanische Monatsschrift 41 (1960): 164-180.
- "'J'ai vécu plus négligemment': Montaigne in der Deutung André Gides." In: Germanisch-Romanische Monatsschrift 13 (1963): 335-337.
- [zus. mit Erika Höhnisch, Fertigstellung und kritische Durchsicht des Manuskripts ]. Geske, Rudolf. Go´ngoras Warnrede im Zeichen der Hekate. Ein Deutungsversuch zu den Versen 366-502 der Soledad primera, etc. Berlin, Biblioteca ibero-americana Bd. 5, 1964.
- "Die 'Confessions' Rousseaus und ihr Vorbild." In: Comparative Literature Studies 5/3 (1968): 259 ff.
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Zusammengestellt aus dem KVK und dem Periodicals Index Online von Kirsten Süselbeck.
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Fotos

Rita Falke im Jahre 1964

Rita Falke im Jahre 2007
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Lebenslauf aus der Dissertation
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Erinnerungen (Brief vom 1.6.2007)
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Persönliche Freiheit und die Utopien [Diss. Hamburg; Auszug; vorh. in Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg]
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Antrag auf Einschreibung Matr. G. Nr. 667
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Bogen Nr. 270262 des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
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University of Arkansas Bulletin 1967/68. Announcements 1968/69
Vol. 62, No. 6 in University of Arkansas Bulletin Series - Spring, 1968
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University of Arkansas Bulletin 1968/69. Announcements 1969/70
Vol. 63, No. 6 in University of Arkansas Bulletin Series - Spring, 1969
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